Viele Menschen rennen von einem Termin zum nächsten, ohne Rast und Ruh düsen sie durch das Leben und jagen dem Glück und somit auch der Gesundheit hinterher. Doch was ist Glück? Was ist Leichtigkeit und was ist bedingungslose Liebe? In Zeiten der Selbstoptimierung und Persönlichkeitsentwicklung unterdrücken wir immer häufiger die wahren und echten Emotionen sowie die Gefühle. Wo und bei wem durften wir lernen, dass Gefühle und Emotionen erlaubt sind? Wann haben wir gelernt uns zu fragen wer wir wirklich sind und welche Stärken in uns schlummern? Schon in der Kindheit und später in der Schule wird uns beigebracht Dinge zu tun die Andere von uns erwarten. Gute Noten in der Schule, Leistung in der Freizeit, angepasst sein und wenn wir bockig oder wütend sind, dann werden diese Gefühlsausbrüche nicht toleriert und verurteilt. Wir trainieren, wir arbeiten hart und passen uns immer mehr an unsere Gegebenheiten an.

In den vergangen Wochen kamen vermehrt Frauen zu mir, die sich seit Jahren unwohl fühlen. An der Spitze des Eisberges stehen Verdauungsproblemen, sie fühlen sich aufgebläht, haben dadurch ihre Lust am Essen verloren und sind erschöpft. Zudem wissen sie nicht mehr was sie essen können, da sie gefühlt auf alles reagieren und spätestens ab mittags die Hosen nicht mehr zuknöpfen können und sich im Laufe des Nachmittags die Blähungen verkneifen müssen. Während ich Fragen über Gewohnheiten, Lebensstil, den Ernährungsgewohnheiten und Verdauungsprobleme stelle, wird schnell klar, dass hinter diesen Dingen noch viel, viel mehr steckt. Viele Frauen zerbrechen unter der Verantwortung, dem Leistungsdruck und dem Wunsch etwas in ihrem Leben aufzubauen. Die zarte Weiblichkeit und das Leben nach dem Zyklus geht bei den meisten Frauen verloren. Sie vernachlässigen sich selbst und ihren Körper. Natürlich sind Darmgesundheit und Ernährung ein essentieller Baustein, doch seht wie immer die ganzheitliche Betrachtungsweise im Fokus. 

Eine Klientin hat mich ganz besonders berührt, denn sie war unendlich ehrlich und offen mit ihren Aussagen. Bei ihr zeigte sich in den vergangenen 10 Jahren ein Wechsel aus Essverboten und unkontrollierten Fressanfällen. Der Körper und die Seele eine Menschen ist ein Wunderwerk, der immer und immer den Ausgleich sucht. Sie schilderte mir unter anderem Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Leistungsabfall und Hautprobleme.

Der Körper und die Seele eine Menschen ist ein Wunderwerk, der immer und immer den Ausgleich sucht.

Ulrike Oertel

Meist kommt es zu den zwei folgenden Phänomenen.

Hungern – also nicht essen

Meist ist bei diesen Frauen (ja auch Männern) der Energiefluss im Solaplexus beeinträchtigt. Hier geht es häufig um Kontrolle über das Leben zu haben, indem man aufhört zu Essen. Teilweise beschreiben die Menschen auch, dass sie sich am liebsten auflösen und nicht gesehen werden wollen. Das Aushungern gibt den Frauen/Männern das Gefühl die Macht und Kontrolle über das Leben zu haben. Teilweise wissen sie nicht warum sie am Morgen aufstehen – somit hungern sie sich aus und holen sich die Macht über ihr Leben zurück. Darüber hinaus kann es sein, dass auch das Energiezentrum im Wurzelchakra unterversorgt ist – hier sitzt unser Energietor. Ganz bildlich gesprochen „Das Fenster ist geschlossen“. Es kommt schlichtweg zu einer Überforderung vom Leben oder es ist die Angst, dass das Leben zu intensiv sein könnte wenn wir uns voll und ganz darauf einlassen. JA – ich könnte ewig so weiter machen, denn ich selbst war Jahre von dem Gedanken zu dick und nicht liebenswert zu sein besessen, habe gehungert und wollte die Kontrolle über mein Leben und mein Umfeld behalten. Alles in meinem Leben hat sich um das Thema Essen gedreht, die Familie wurde extrem belastet und Freude, Spaß, Leichtigkeit wurden aus meinem Leben ausgesperrt.

Hier ein paar Fragen die dir helfen könnten. Wie steht es um deine Selbstliebe und deiner Selbstwirksamkeit? Hast du Zweifel an dein eigenes Wirkungsfeld?

Zu viel Essen – unkontrolliertes Essen

Ob zu viel oder zu wenig essen – all dass sind Überlebensstrategien unseres Energiesystems, denn es schützt sich vor Selbstverurteilung und Überlastung. Es geht sozusagen in den Modus des Selbstschutzes. Nach einer Fressattacke zum Beispiel sackt die Energie in den Bauchraum und die Betroffenen spüren sich endlich wieder. Häufig sind es Menschen die mehr für Andere das sind und vergessen sich selbst. Durch das Überessen beruhigt sich das Nervensystem und die Angst vor dem Abheben lässt nach. Ein weiteres Phänomen kann auch ein überhitzter Solaplexus sein und durch das Essen beruhigt sich das Nervensystem. Jedoch ist die Beruhigung nur von kurzer Dauer, da sich danach die Betroffenen mit Schuldvorwürfen belasten. Ein Teufelskreis der oft über Jahre anhält. 

Woher kommt die Lust auf Zucker?

Nach all meinen Erfahrungen fehlt uns aus meiner Sicht das Süße in unserem Leben. Was meine ich damit? Ich habe den Verdacht, dass nicht nur ein Ungleichgewicht der Darmflora, eine Unterversorgung mit Nährstoffen und Vitaminen mit dem Appetit auf Zucker zusammenhängen, sondern vielen Menschen das süße in ihrem Leben fehlt, sie haben das Gefühl nicht gut genug zu sein, es fehlen Brührungen, Intimitäten und das Gefühl nicht geliebt zu werden.

Stop! DU bist die Meisterin/der Meister in deinem eigenen Leben, also öffne dich für die Wunder deines Lebens

Deine Lösungen könnten sein: In den Körper kommen (z.B durch Tanzen), sich spüren lernen, Yoga und andere Entladungsmethoden. Fokus auf die Dinge die du in deinem Leben verstärken möchtest und viel weniger auf die Dinge die du bekämpfst.